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TOURISMUS: Sechs Kirchen auf zwei Rädern

Regionalmarketingverein „Der Teltow“ lud zur zweiten Radkultour ein

MAHLOW/GROßBEEREN - Kultur per Drahtesel – unter dieser Devise schwangen sich 27 Teilnehmer in den Sattel und radelten am Wochenende unter der Leitung des Regionalmarketingvereins „Der Teltow“ zu sechs Dorfkirchen zwischen Mahlow und Großbeeren. Erstmals dockte sich der Verein dieses Jahr an den Dorfkirchensommer an, um so den noch relativ jungen Teltowpark zu bewerben. Entlang ruhiger Straßen, Feld- und Waldwege führte die knapp 20 Kilometer lange „Radkultour“ von der Mahlower Dorfkirche weiter über Glasow, Blankenfelde, Diedersdorf, Kleinbeeren bis zur Schinkelkirche in Großbeeren.

Bereits im Mai hatte dieser Verein zu einer Radkultour mit Dorfkirchen-Stopps durch den Potsdam-mittelmärkischen Teil des Teltowparks geladen. Damals war der Teltowpark als einer von acht Regionalparks rund um Berlin gerade erst offiziell eingeweiht. Die mit der markanten achtblättrigen Blume ausgewiesenen Radrouten verlaufen bewusst entlang kulturhistorisch interessanter Landmarken. „Dass es dieses neue Streckennetz gibt, das wissen aber immer noch zu wenige“, meinte Christine Dunkel, die als Mitglied des Regionalmarketingvereins das Radkultour-Konzept initiierte. Die meisten der 27 Teilnehmer waren bereits bei der ersten Tour im Mai dabei. Für Dunkel ist das ein Beweis dafür, dass ihre Idee, sich in den Dorfkirchensommer einzubringen, voll aufgeht. „Jede Kirche ist ein neues Erlebnis“, so schwärmte Dunkel und meint damit nicht nur die Architektur, sondern auch die Art des Empfangs. Während mancherorts lediglich vertrauensvoll ein schwerer Schlüssel ausgehändigt wird, nehmen sich anderswo die Pfarrer die Zeit und halten einen kleinen Vortrag. So tat es etwa Pfarrer Christian Manz in der Großbeerener Schinkelkirche, die mit ihrem besonderen neugotischen Dekor einen krönenden Tour-Abschluss bildete.

Von allen sechs Kirchen stieß bei vielen jedoch die Kleinbeerener Dorfkirche auf die größte Begeisterung. „Ein echtes Kleinod“, schwärmte etwa Martin Lenz aus Teltow, einer der wenigen Nicht-Berliner im Trupp, über den noch vergleichsweise authentisch wirkenden, außen unverputzten Feldsteinbau, dessen Ursprünge in das 13. Jahrhundert zurückreichen. Kaum einer hätte erwartet, dass das Innere der scheinbar schlichten Kirche einen prächtigen Kanzelaltar aus dem Barock mit filigran geschnitztem Taufbecken birgt. „Ziel der Aktion ist es, Heimatbewusstsein zu entwickeln“, betonte Stefan Schulze, Mitglied im Regionalmarketingverein. Ein wenig bedauere er daher, dass gerade einmal eine knappe Hand voll Leute aus der Region selbst mit von der Partie waren. „Gleichzeitig freuen wir uns natürlich über jeden Berliner, der über den Tellerrand der Stadtgrenze hinausschaut und sich für die Kulturschätze dieser nur scheinbar unscheinbaren Region begeistert!“, so Schulze.

Die nächste Radkultour ist bereits geplant, sie soll im Frühjahr 2009 stattfinden. Der genaue Termin steht noch nicht fest, dafür aber die Route: Per pedales geht es zu den Dorfkirchen rund um Ludwigsfelde. (Von Andrea Keil)



MAZ, Zossen
23.09.2008