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Der Teltow als Kulturlandschaft

Kulturlandschaft ist ein Begriff um die Werthaftigkeit menschlicher Eingriffe in ehem. Naturlandschaften zu beschreiben. Über Jahrhunderte haben menschliche Lebensweisen die Landschaft geprägt und gestaltet. Einige Naturschützer können das nur als Landschaftszerstörung ansehen und würden die Menschen am liebsten aus der Landschaft entfernen. Wenn man das nicht macht muss man Vorstellungen entwickeln wie Mensch und Natur im selben Raum auskommen können. Im Vordergrund einer Kulturlandschaft steht der Mensch mit seinen Interessen an einer lebenswerten Umwelt. Wenn die in einem Lebensraum (Region) lebenden Menschen sich nicht mit der Region identifizieren wird der Lebensraum für Mensch und Natur nur nach wirtschaftlichen Interessen fremder Geldgeber aufgefressen.

Zitat aus dem Räumlichen Entwicklungskonzept für den Teltowpark dieses Dokument trägt auch das Wappen von Teltow (1998):

„Durch die Entwicklung der spezifischen Landschaftselemente der unterschiedlichen „Gesichter der Kulturlandschaft" kann die Lesbarkeit und Ästhetik der eher 'offenen und spröden' Landschaft des Teltow gesteigert werden.“

Was sind nun spezifische Landschaftselemente des Teltow. In Oberbayern und Ostfriesland erscheint es ungleich einfacher Elemente der Kulturlandschaft zu definieren.
Kann man sich mit diese spröden offenen Landschaft identifizieren, die weitgehend unfruchtbar ist, von Kriegen gebeutelt wurde (vom dreißigjährigen bis zum 2. Weltkrieg einschließlich des „kalten Krieges“ mit der deutschen Teilung) , von einer flächenverzehrenden industriellen Entwicklung bis heute überzogen wird, und vom Großraum Berlin dominiert wird.
Nach der deutschen Einheit hat die Landesplanung Berlin-Brandenburg ein Konzept entwickelt in dem auch der Teltowpark eine Region werden kann mit dem sich die Einwohner und Gäste erkennbar identifizieren können. Diese Pläne (Sternmodell des Großraumes Berlin) sind in das räumliche Entwicklungskonzept für den Teltowpark eingegangen.
Die Alternative zu diesem Konzept ist die Vernichtung der Kulturlandschaft des Teltow – aufgefressen durch die unkontrollierte Entwicklung des Großraumes Berlin- eine Entwicklung die fast alle Metropolenumgebungen erleiden.

Welche Landschaftselemente sind es nun die diese Landschaft positiv prägen und für Einwohner und Touristen diese Region erlebbar machen.
Zunächst sind es die, die für ganz Brandenburg gelten: Die alten Alleen, die sich erholenden Truppenübungsplätze mit ihrer besonderen Flora und Fauna, die industriellen Nachfolgelandschaften ( Braunkohle in der Lausitz, ehem. Rieselfelder um Berlin) die einen besonderen Reiz ausüben, die für westdeutsche Besucher überraschende Weite der Landschaft mit den kleinen mittelalterlichen Dörfern, in ihnen schmucke kleine mittelalterliche Dorfkirchen .

Infos zum Regionalpark Teltowpark im Internet: www.Teltowpark.de

Der Wald

in dieser Gegend, hier meist Heide (lichter Wald) genannt, hat eine bewegte Vergangenheit. Zunächst war er ein Urwald, ein Laubmischwald je nach Standort mit Kiefern durchsetzt, die bei kargen Sandstandorten auch mal dominieren konnten. Dann war die erste Nutzung als Weidewald oder als Jagd und Reitrevier für den Adel (Parforceheide). Als die systematische Holzwirtschaft einsetzte wurde die Kiefer in riesigen Monokulturen (Stangenwald, Waldwüste) angebaut. In dieser Region hat die Kiefer die Rolle übernommen, die weiter westlich vor allen in den Mittelgebirgen die Fichte hat. Für viele in Deutschland sind diese Baumplantagen das, was sie unter Wald verstehen. Auch aus ökonomischen Gründen hat sich diese Waldwirtschaft als falsch erwiesen, so dass in Brandenburg ein „ökologischer Waldumbau“ in Gange ist, der sich auch für die Wirtschaftswälder lohnt.
Im Teltowpark kann man diesen Waldumbau, der über 100 Jahre dauern wird in seinen ersten Stadien überall beobachten.

Wasser

ist im Teltowpark Mangelware hier verbinden sich ein natürlicher Prozess auf einer Grundmoräne (Teltower Platte) seit der letzten Eiszeit (Verlandung des Blankenfelder See in Zukunft auch des Rangsdorfer Sees) mit menschlichen Eingriffen der Entwässerung für landwirtschaftliche Flächen. Auch die Pfuhle und Sölle sind eiszeitliche Toteislöcher die langsam verschwinden. Ca. 100 Jahre Rieselwirtschaft haben diesen Prozess zunächst aufgehalten. Jetzt führt die während der Rieselwirtschaft eingeführte Entwässerung der Region zu einer verstärkten Austrocknung. Riesige meist trockene Gräben durchziehen die Landschaft, die bei starken Regenfällen das Wasser schnell aus der Landschaft entfernen. Ein Übriges tut der Klimawandel.
Nur da wo das Klärwerk Wassmannsdorf das Wasser in die Landschaft schickt gibt es Fließgewässer. (Mahlower Seegraben, Nutheraben, Glasowbach.) Eine ähnliche Rolle könnte das Klärwerk Stahnsdorf spielen. Es lässt sein Wasser aber immer noch aus Kostengründen auf direktem Wege im Teltowkanal verschwinden.

Dazu kommt die einmalige „Grüne Stadtkante“, der abrupte Übergang vom verdichteten Stadtraum zur oben erwähnten Weite der Landschaft entstanden durch 40 Jahre deutsche Teilung. Besonders im Teltowpark zu bewundern.

Die ganze kontrollierte Metropolenentwicklung im Sternmodell ist eine Highlight für den Teltowpark. Die großen Freiräume für Landschaftsschutz und Frischluft für Berlin zwischen den Sternzacken Schönefeld (Großflughafen), Großbeeren (Güterverkehrszentrum) und dann wieder Potsdam kann man sogar mit dem Auto beim fahren auf dem Autobahnring erleben. Viel besser natürlich mit dem Fahrrad.
Bisher ist es gelungen diese Elemente der Regionalparkidee zu bewahren obwohl der Großraum Berlin mit großen Trassen aus diesem Raum verkehrstechnisch erschlossen wird ( A 113. B101, B96 ,L76, L40, Anhalter Bahn Dresdner Bahn, GVZ, Großflughafen).
Mit den verbleibenden Flächen muss man aber sorgfältig umgehen sonst kippt das ganze Konzept.
Eine Goldgräberstimmung (Wir wollen auch was vom „Kuchen“ abhaben) lässt neue Gewerbegebiete aus dem Boden schießen und könnte diese Landschaft endgültig zerstören. Sie alle wissen von den toten Städten nach einem Goldrausch.
Man sollte umgehend zu den Konzepten von 1998 zurückkehren.

Zitat aus dem Räumlichen Entwicklungskonzept für den Teltowpark von 1998:

„Für den Raum zwischen Ludwigsfelde und Steglitz / Tempelhof stellt sich die anspruchsvolle Aufgabe, eine gut strukturierte Wirkungsbeziehung zwischen der Großstadtagglomeration und seiner städtischen und ländlichen Umgebung herzustellen und dauerhaft zu sichern. Dies wird nicht zuletzt aufgrund der Entwicklungsdimension des benachbarten Großflughafens in Schönefeld an Bedeutung gewinnen.
. In der Konkurrenz der Regionen nimmt die Bedeutung der weichen Standortfaktoren wie saubere Luft, Ruhe und intakte Landschaft zu.
Die Qualität des Teltowraumes liegt vordergründig in der Offenheit und Weite im Kontrast zur Großstadt. Bei genauer Betrachtung werden die Unterschiede der verschiedenen Landschaften deutlich.
Insofern bedarf es einer differenzierten und deutlichen Strategie der Landschaftsentwicklung, die sich von Patentrezepten für Standardlandschaften löst und auf charakteristische Gestaltungen abzielt. Die alten Straßen- und Wegenetze in Verbindung mit den besonderen Orten bilden das tragende Grundgerüst des Raumes. Der Gebrauchswert und die Erlebbarkeit der Landschaft wird durch diese Netze nachhaltig gesichert.“

Der Verein wurde im April 2016 aufgelöst. Die Bezeichnung e.V. gilt daher nicht mehr.